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Perspektiven bayerisch-schwäbischer Literaturgeschichtsschreibung

Thomas Groll / Klaus Wolf (Hrsg.), Perspektiven bayerisch-schwäbischer Literaturgeschichtsschreibung, 280 Seiten, 8 Abb., Format 13 x 20 cm, 1. Auflage 2015

19,80 €
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Der vorliegende Sammelband soll eine Forschungslücke im Rahmen der Literaturgeschichtsschreibung von Bayerisch-Schwaben schließen. Konkret geht es darum, die Literatur besonders im schwäbischen 20. Jahrhundert, aber auch in den Jahrhunderten zuvor, schärfer als bisher in den Blick zu nehmen. Dabei schälen sich zwei Momente „literarischer Interessenbildung“ als besonders charakteristisch für Bayerisch-Schwaben heraus. Zum einen ist hier die schwäbische Mundart zu nennen, die seit dem Barockdichter Sebastian Sailer (1714–1777) zunehmend für literaturwürdig befunden wurde. Zum anderen ist auf einen nachhaltigen Zug zum Religiösen zu verweisen, der – ohne dass man eine direkte Linie zur mittelalterlichen Mystik in Schwaben ziehen müsste – gerade in der Moderne augenfällig ist; denn Bayerisch-Schwaben erwies sich als äußerst empfänglich für die Rezeption der internationalen Bewegung des sogenannten Renouveau Catholique (Katholische Erneuerung), wie es etwa bei dem Theologen und Publizisten Joseph Bernhart (1881–1969) sichtbar wird.

Beide Momente literarischer Interessenbildung waren zunächst Gegenstand von zwei diesen Band fundierenden Tagungen in Bayerisch-Schwaben. Die erste fand als „Erster Literarischer Salon“ auf Schloss Edelstetten am 29. Mai 2014 statt. Die zweite, für diesen Band konstitutive Tagung am 15. November 2014 an der Universität Augsburg trug den Titel: „Renouveau Catholique als Perspektive bayerisch-schwäbischer Literaturgeschichtsschreibung“.

Mit Beiträgen von Aleksandra Chylewska-Tölle, Franz Fromholzer, Thomas Groll, Friedmann Harzer, Michael Hopf, Rosmarie Mair, Ulrike Schwarz, Robert Steinke, Judith Summer, Manfred Weitlauff und Klaus Wolf.

 

„Für die Lektüre unterwegs steckt man sich gerne ein handliches Buch in die Tasche. Gewichtige Bände zu Forschungstagungen haben in der Regel ein anderes Format. So ist man freudig überrascht über das Kunststück, das der Verlag Josef Fink vollbracht hat, elf Beiträge zu zwei Tagungen in wirklich handlichem Format und einladend für das Auge zu vereinen.“
(Hans Unterreitmeier

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