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Das Graduale des Klosters Wonnental bei Kenzingen

Werner Heiland-Justi, Das Graduale des Klosters Wonnental bei Kenzingen, 72 Seiten, 100 Abb., Format 19 x 24 cm, 1. Auflage 2013

16,80 €
Zum Inhalt

Das 1310 entstandene Graduale des Klosters Wonnental gehört zu den schönsten Exemplaren des 14. Jahrhunderts. Es ist wundervoll mit Bildinitialen geschmückt. Auch Rankenwerk und allerlei Getier zieren die Seiten der unvergleichlichen Handschrift. Die Initialen lassen sich den Festtagen und jeweiligen Heiligen des Kirchenjahres zuordnen. Der Sinn der Drolerien erschließt sich nicht immer. Wunderlicherweise hat das wertvolle Buch alle Kriege, Brandschatzungen und Plünderungen überlebt, bis es schließlich in den Besitz des Landes Baden geriet. Der Großherzog (von Napoleons Gnaden) von Baden, dem im Frieden von Preßburg 1805 der bis dahin österreichische Breisgau zufiel, ordnete die Aufhebung aller Klöster an. Wonnental wurde de facto geplündert. Der letzten Äbtissin (1794–1806), Maria Benedicta Krebs, wurde nicht nur ihr Reisewagen, sondern sogar der Ring von ihrem Finger geraubt. Sie stammte aus der in Freiburg bekannten Familie Krebs. Ihr Wappen zeigt außer dem Zisterzienserbalken und dem W für Wonnental das Hauszeichen dieser Familie. Maria Benedicta starb 1819 in Freiburg im Alter von 57 Jahren. Das Graduale des Klosters wird in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe aufbewahrt.

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